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Solaranlagen in Hamburg

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Rechnet sich eine Solaranlage?

Im Zuge der klimatischen Entwicklungen und unserer humanen Verpflichtung, endlich etwas mehr für den Klimaschutz zu tun und den Energieverbrauch zu senken, entsteht in vielen Menschen der Wunsch, selbst komplett auf Solarenergie umzusteigen. Doch Vorsicht vor allzu blindem Aktionismus. Zunächst sollte das Vorhaben bis in das letzte Detail durchgerechnet werden.

Durch Solaranlagen kann viel Geld gespart werden.

Solaranlagen kosten Geld bei der Installation, bei der Erhaltung und in der Versicherung. Ihnen gegenüber stehen bei der Photovoltaikanlage die Erträge, die man durch die Einspeisung der erzeugten Energie in das öffentliche Stromnetz erhält, sowie die staatlichen Zuschüsse, die man unter Umständen erhält. Bei solarthermischen Anlagen ist der ursprüngliche Verbrauch unter Einbeziehung evtl. künftiger Preisentwicklungen zu veranschlagen, abzüglich des tatsächlichen Verbrauches, wenn man einen Teil seiner Wärme selbst erzeugt.

Diese Kosteneinsparung wird nun den Installationskosten gegenübergestellt und man sieht sofort, wie viele Jahre die Anlage laufen muss, damit sich die Kosten amortisieren. Da die Rechnungen nicht schöngefärbt sein sollen, gehe man in einem Berechnungsbeispiel von einem etwas höher angesetzten Durchschnittsverbrauch an Strom aus. Familie Mustermann hat sich ein Eigenheim gekauft und plant nun die Umrüstung auf Solarenergie. Sie sind sich noch nicht sicher, ob sie sich für eine solarthermische Anlage oder für eine Photovoltaikanlage entscheiden sollen.

Zunächst rechnen sie im Familienrat Kosten und Erträge für eine PV-Anlage durch. Familie Mustermann verbraucht als 4-Personen-Haushalt pro Jahr etwa 5000 kWh an Strom. Ihr Haus hat eine optimale freistehende Lage und das Dach eine Nord-Südausrichtung. Optimaler könnten die Voraussetzungen nicht sein. Das Dach ist genügend groß, um eine 5 kWp-Anlage zu installieren. Das bedeutet, ihre eigene Solaranlage würde schätzungsweise zwischen 3.500 und 4.500 kWh Strom erzeugen und ins Energienetz einspeisen.

Die Kosten für die Errichtung einer 5 kWp-Anlage schwanken zwischen 4.500,- und 6000,- Euro je kWp. Also liegen die Nettokosten zwischen 22.500,- und 30.000,- Euro. Dazu kommen die Darlehenszinsen. Ob man ein Darlehen über die KfW oder ein freies Annuitätendarlehen über seine Hausbank aufnimmt, muss genau durchgerechnet werden. Derzeit bieten Banken einen Darlehenszinssatz bei einer Laufzeit von zehn Jahren unter 4 % an. Der KfW-Zins liegt bei etwa 4,2 %.

Der Vorteil dabei ist jedoch, dass der Zinssatz über die gesamte Laufzeit feststeht, während er bei Banken schwanken kann. Fallen im Laufe der Jahre die Zinssätze noch weiter, profitiert der Nicht-KfW-Kunde davon, steigen sie aber, hat er das Nachsehen. Familie Mustermann entscheidet sich für ein KfW-Darlehen. Sie überschlägt, dass die Gesamtkosten für ihre Anlage etwa bei 35.000,- Euro incl. Zinsen liegen.

Als Grundlage für die Ertragsberechnung geht die Familie vom niedrigsten geschätzten Ertrag aus, der liegt bei 3.500 kWh pro Jahr. Nach dem Energieeinspeisegesetz muss der örtliche Stromanbieter den Solarstrom von Familie Mustermann mit 0,43 Euro pro kWh vergüten. Bei 3.500 kWh macht das 1505,- Euro im Jahr aus. Nach dieser Rechnung würden sich die Kosten für die Anlage erst nach etwa 23 Jahren amortisieren. Geht man vom höchsten Ertrag aus, läge die Amortisationsfrist bei gut 18 Jahren. Wahrscheinlich ist, dass das Ergebnis tatsächlich irgendwo dazwischen liegt.

Noch nicht berücksichtigt wurden in diesem Beispiel Kosten für den Zähler, Kosten für Wartung und Versicherung. Da die Installationskosten jetzt an dieser Stelle bewusst sehr hoch angesetzt wurden, kann man davon ausgehen, dass tatsächliche Zahlen wesentlich angenehmer ausfallen werden. Zumindest macht das Beispiel klar, dass die Umrüstung auf eine Solaranlage eine langfristige Investition ist, die nicht sofort finanziellen Erfolg einbringt, dafür aber nachhaltig ist und irgendwann – gute Wartung vorausgesetzt – auch Gewinne bringt.